Hundegestützte Psychotherapie

 Für viele Patientinnen hat die Anwesenheit eines Hundes eine beruhigende und angstlösende Wirkung. Sie kommen oft lieber zur Therapie und freuen sich besonders auf den Therapiehund. Die gemeinsame Zeit im Raum fühlt sich anders an, da der Fokus nicht nur auf der Therapeutin liegt, sondern auch auf der Interaktion mit dem Hund. Dadurch entsteht ein angenehmeres und oft interessanteres Erlebnis im Hier und Jetzt, das gemeinsam reflektiert und besprochen werden kann. So entstehen Einsichten und Reflexionsprozesse, die ohne den Hund nicht entstanden wären.

Die positiven Wirkungen der hundegestützten Psychotherapie entstehen nicht allein durch die Anwesenheit des Hundes! Vielmehr verändert dieser Ansatz die therapeutische Praxis grundlegend – In der Interaktion zwischen Patient*in und Hund lassen sich hochkomplexe körperliche Abstimmungsprozesse beobachten, die auf früh geprägte körperlich-psychische Muster hinweisen und so überhaupt erst sichtbar werden. Die hundegestützte Psychotherapie schafft somit die Möglichkeit, diese Muster bewusst zu machen und zu bearbeiten. Dadurch eröffnet sie therapeutische Ansätze, die in keiner anderen Therapieform realisierbar sind.